Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

HEIDEN. Weitermachen oder nach fast 30 Jahren aufhören? Vor dieser Entscheidung steht die Aktion „Gänseblümchen“. Am Mittwoch, 15. November, startet sie einen weiteren, möglicherweise letzten Versuch, ihr Team zu vergrößern. „Wenn das nicht gelingt, müssen wir uns fragen, ob wir im nächsten Jahr überhaupt in die Ludgerusschule umziehen sollen“, sagt Doris Jolk, die zur ehrenamtlichen Stammbesetzung gehört. Bis spätestens Januar müsse eine Entscheidung getroffen werden.

Im „Haus der Begegnung“ im Ostflügel der ehemaligen Ludgerusschule hat die Gemeinde Heiden für die Aktion „Gänseblümchen“ eineinhalb Klassenräume – rund 100 Quadratmeter – im zweiten Obergeschoss vorgesehen. Voraussetzung für die neuen Räume ist eine Vereinsgründung. „Diese ist aber nur noch Formsache“, berichtet Jolk. Die Satzung liege bereits im Entwurf vor. Auch die erforderlichen sieben Gründungsmitglieder stünden bereit.

Doch: „Um das Angebot aufrecht erhalten zu können, brauchen wir weitere Ehrenamtliche“, unterstreicht Jolk. Gründe für die augenblickliche Personal-Knappheit gibt es mehrere: Zum einen seien einige der bislang im Team engagierten Frauen in den Beruf zurückgekehrt. Jolk gehört zu ihnen. Zum anderen hätten einige der langjährigen Mitglieder ihren Rückzug angekündigt. Und außerdem: „Wir möchten die Öffnungszeiten ausweiten“, sagt Jolk. So bestehe der Wunsch, einmal die Woche zu öffnen und auch regelmäßig einen Abendtermin anzubieten.

Letzteres testet die Aktion „Gänseblümchen“ am 22. November und am 6. Dezember. Jeweils von 18.30 bis 20.30 Uhr wird der Kinder- und Jugendkleidermarkt an diesen beiden Abenden im Pfarrheim geöffnet haben.

Unterstützung kann das Team laut Jolk an vielen Stellen gebrauchen. Der Verkauf und die damit verbundene Beratung der Käufer sei nur ein Aspekt. „Die Regale müssen immer wieder eingeräumt, die Sachen sortiert werden“, berichtet die Heidenerin. Ehrenamtliche, die die Abrechnungen erstellen und die Kasse führen, sind gefragt. „Auch Männer könnten uns unterstützen“, betont die Heidenerin. Sie könnten beispielsweise beim Aufstellen der großen Teile wie Kinderbetten helfen oder Kunden dies erklären.

Fünf bis sechs Personen würden benötigt, um öffnen und verkaufen zu können. Gelinge es, ein Team von 15 bis 20 Personen zusammenzubekommen, „wäre das ideal“. Denn dann wäre jeder etwa alle drei Wochen für zwei bis drei Stunden ehrenamtlich im Einsatz. Ob der Markt weiterhin montags öffne oder an anderen Wochentagen, das müsse sich finden.

Wer die Aktion „Gänseblümchen“ unterstützen möchte, ist am Mittwoch, 15. November, ab 20.00 Uhr zu einem Informationsabend ins Pfarrheim am Pastoratsweg 10 eingeladen.